Vancouver - Stuttgart

Abgelegt unter: Tour durch Kanada — admin @ 19:18

In Vancouver angekommen war erstmal Strandurlaub angesagt. Nach 1500 Kilometern quer durch Kanadas Westen war faul am Strand rumliegen genau das richtige. Untergekommen bin ich in der Jugendherberge am Jericho Beach. Von dort aus sind es nur 200 Meter bis an den Strand. Die Gegend, in der sie gelegen ist, hat mir auch recht gut gefallen. Das Viertel hat einen eher alternativen Touch, die Häuser sind maximal dreistöckig und es ist halt alles viel ruhiger als in Vancouvers City.
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Die Rückreise wurde dann zumindest am Anfang doch noch etwas stressig. Das angeforderte - und auch zugesagte - Taxi liess ewig auf sich warten. Auf Nachfrage hiess es dann, dass mein Taxi in 5 Minuten kommen würde … blablabla…

Also wollte ich mir eines von einem anderen Taxiunternehmen bestellen. Da hing ich 10 Minuten in der Warteschleife. Langsam wurde es aber ziemlich knapp - nur noch eine gute Stunde bis zum Abflug. Und der Flughafen von Vancouver ist eine gute halbe Stunde von der Jugendherberge entfernt….

Also habe ich mich entschlossen, einfach mal wahllos irgendwelche anderen Gäste der Jugendherberge anzuhauen, ob mich jemnand zum Flughafen fahren könne.

Beim ersten Autobesitzer war ich auch schon erfolgreich. Zwei Kalifornier haben mich dann zum Flughafen gefahren, allerdings erst nachdem wir ihr Auto ausgeräumt hatten.

Eine halbe Stunde vor Abflug habe ich dann schliesslich das Flughafengebäude betreten. Und - es hat gerade noch gereicht! Für alle die nach mir nach Kanada reisen werden: Vancouvers Taxiunternehmen haben, wie mir später gesagt wurde, allgemein den Ruf, total unpünktlich zu sein. Hier sollte man also entsprechend Zeit einplanen - oder gleich den Bus nehmen. Die Busse in Vancouver haben übrigens spezielle Fahrradhalter, so dass auch ein unverpacktes Fahrrad kein Problem darstellt.

Vancouver

Abgelegt unter: Tour durch Kanada — admin @ 19:31

Am letzten Tag, an dem ich noch einige Kilometer zu fahren habe, breche ich recht spaet auf. Die Strasse fuehrt weiter an der Horseshoe Bay entlang. Leider wird gerade jetzt die Strasse ausgebaut, so dass man recht wenig Platz hat. In Kombination mit den Dimensionen der kanadischen Trucks gefaeelt mir dieser Umstand nicht. Doch schon bald beginnen die Vororte Vancouvers. Ich nehme eine Nebenstrasse, die mehr oder weniger am Meer entlang fuehrt. Da ich Zeit habe, schaue ich noch ein wenig bei einem BMX Contest zu, an dem ich zufaellig vorbeikomme. Nach weiteren 10 Kilometern mache ich eine laengere Pause und lege mich etwas ans Meer.
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Als ich mich wieder auf den Weg mache, beginnt schon bald das eigentliche Stadtzentrum von Vancouver. Die Stadt ist super-radfahrerfreundlich. Ueberall sind Radwege, die auch gut beschildert sind. So komme ich bald in Downtown Vancouver an, wo ich mich in einer Jugendherberge, dem “Backpackers” einloggen will. Leider ist hier nichts mehr frei. Also fahre ich den Marine Drive entlang Richtung Sueden. Am Jericho Beach finde ich schliesslich Unterkunft in einer anderen Jugendherberge. Von hier aus soll es nicht weit zum Strand sein, wo ich ja hauptsaechlich die naechsten zwei Tage verbringen will. Ausserdem ist es von hier aus nicht zu weit zum Flughafen von Vancouver, was wiederum hinsichtlich meiner Abreise praktisch ist.

Squamish

Abgelegt unter: Tour durch Kanada — admin @ 09:58

Noch einen Tag im Bikepark von Whistler kann ich mir leider nicht leisten. Also heisst es Abschied nehmen. Der faeellt in diesem Fall gleich doppelt schwer. Einerseits ist Whistler schon ein Ort, wo man sehr nett radfahren kann. Andererseits wollte ich an meinem letzten Abend auch noch ein klein wenig was trinken gehen. Trevor, der bei seinem Bruder in Whistler kommt mit, und wir schaun, was man in Whitler noch so machen kann. Viel geht zwar nicht - fuer einen leichten Kater reicht es aber..

Besonders das “Garfinkels” in Wihstler ist uebrigens eindeutig nicht zu empfehlen. Schlechte Musik - gepaart mit prolligen Tuerstehern, unattraktivem Publikum und gesalzenen Preisen…
Aber ich rolle ja schon wieder in Richtung Vancouver. Es geht bergab, Whistler liegt ja auch etwa 650 Metern ueber dem Meer - Vancouver ist am Pazifik. Ich rolle also recht locker und dennoch durchaus zuegig durch die Coast Mountains. Bei Squamish die Horsshoe Bay, ich rolle also am Meer entlang. Nach dem Geruch nach Zedernholz und Bergluft der letzten Tage riecht die Luft nun salzig und nach Meer. Etwa 25 Kilometer nach Sqamish kommt der letzte Zeltplatz vor Vancouver. Er ist heute zwar ausgebucht, aber ich frage ein Paerchen aus Quebec, ob ich mit ihnen ihren Platz teilen kann. Sie Sind einverstanden, und so ist diese Nacht mit 5 kanadischen Dollar die billigste auf meiner Reise.
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Der Zeltplatz ist direkt am Meer gelegen, ich setze mich noch eine Weile auf einen der am Ufer angeschwemmten Baumstaeme und schaue zu, wie die Sonne hinter der Bergen auf der anderen Seite der Meerenge untergeht.

Whistler Bikepark

Abgelegt unter: Sehenswertes, Tour durch Kanada — admin @ 09:00

Da ich ja auf Kanada-Tour bin habe ich zwar ein Mountainbike dabei, aber keines, das fuer den Bikepark geeignet waere. Am Vortag checke ich also schonmal das Angebot ab. Die drei groessten Verleiher, die ich finde haben Norco, Kona und Rocky Mountain Freerider und Downhillbikes im Angebot. Es gibt auch noch verschiedene kleinere Bikeshops in Whistler, die Bikepark-taugliche MTBs verleihen. Bei einem sehe ich sogar Perlen wie ein (allerdings etwas aelteres) Karpiel Armageddon.

whistler-bikepark-wallride.jpgAm Naechsten Tag will ich mir nach reiflicher Ueberlegung ein Rocky Mountain Switch holen. Als 4X Fahrer ist mir ein Bike mit nicht ganz so viel Federweg lieber.

Doch ich habe mich zu frueh gefreut. Ich bin im “51st state of America”‘ ohne Kreditkarte geht hier nichts.

Tief frustriert beschliesse ich, mein Glueck noch bei den anderen Verleihern zu probieren, bevor ich meiner Verzweiflung mittels Suizid oder Alkohol ein Ende bereiten werde.

Der erste, FanatikC, der die Norco Bikes verleiht kommt mir gleich richtig pampig, als ich ihm sage, dass ich keine Kreditkarte habe. Offenbar einer von den hochgebildeten Nordamerikanern, der noch nie mehr als 10 Kilometer aus seinem Dorf herausgekommen ist, und nicht weiss, dass man noch nicht ueberall so durchdigitalisiert und elektronisch erfasst ist, wie in den USA und offensichtlich auch Kanada.

Bei Garbanzo Downhill Rentals direkt neben der Talstation werde ich aber schliesslich doch noch bedient. Die Jungs sind uebrigens auch sonst supernett und zuvorkommend. Klasse Service in jeder Hinsicht. Wer sich in Whistler ein Rad fuer den Bikepark ausleihen will, dem sei dieser Shop also waermstens empfohlen. Ich muss den Herren allerdings irgendwie vertrauenswuerdig erschienen sein. Denn spaeter sagt man mir, dass Sie das im Normalfall auch nicht machen. Wer in Whistler also ein Bike vom Verleih holen will, dem sei also geraten, sich vor dem Urlaub eine Kreditkarte zu organisieren.whistler-a-line-drop.jpg

Mit umgerechnet ca. 120 Euro fuer den Verleih inklusive Helm, Protektoren und Handschuhen ist der Spass nebenbei gesagt auch nicht ganz Billig. Das Tiket fuer die Benutzung des Bikeparks kostet etwa 35 Euro am Tag, Dreitageskarten liegen bei ca. 80 Euro.

Ich hole mir also ein Kona Stab Downhillbike, eine Tageskarte fuer den Lift und ab geht es.

Von der Luft aus sieht man noch die Obstacles vom Crankworx Fetival sowie den Biker X Kurs. Mir kommt das kalte Grausen, weder das eine, noch das andere erscheint mir fuer einen Fahrer meines Kalibers irgendwie fahrbar….

Oben angekommen, folge ich deshalb erstmal der Beschilderung zu einem Beginner-Trail. Das ist jedoch einfach ein ganz normaler Singletrail, ohne irgendwelche Spruenge oder nennenswerten Anlieger.

bikepark-whistler.jpgAlso will ich jetzt einen Intermediate-Trail antesten, was Nummer zwei auf einer vierstufigen Skala bedeutet. Als ich in der Bikepark-Landkarte (Ja, das gibt es hier, bei ueber 40 verschiedenen Trails ist das auch sinnvoll) nachschaue, kommt ein Whistler-Local vorbei und erkundigt sich, nach was ich suche.

Die naechsten drei Abfahrten zeigt er mir, was ihm am besten gefaellt.

In der Dritten Abfahrt landen wir auf der legendaeren A-Line.

Die naechsten zwei Tage werde ich hauptsaechlich hier verbringen. Der Trail ist der absolute Hammer! Auf ca. 450 Hoehenmetern kommt keine Sekunde Langeweile auf. Anlieger, abwechselnd steilere und flachere Tables, 2 Speedpassagen und ein par Drops, die jedoch alle umfahrbar sind wechseln sich ab. Wenn man das Ding erst mal ein par mal gefahren ist, bekommt die A-Line einen unglaublichen Flow.

Leider reicht meine Zeit in Whistler nicht aus, um auch die anderen Trails ausreichend zuwhistler-a-line.jpg wuerdigen. Sie haben teilweise einen recht unterschiedlichen Charakter, Speed, Tables, Drops Northshore-Leitern und Steilpassagen stehen auf dem Programm. Namen wie Schleyer, Crack-Addict, Dirt Merchand oder Rock City sprechen fuer sich.

In den Zwei Tagen, in denen ich im Whistler Bikepark bin, habe ich mich erstens an das Downhillbike gewoehnt. Durch die anspruchsvollen Strecken konnte ich aber auch mein fahrerisches Level steigern. Es gibt in Whistler auch extra Uebungs-Sektionen, wo beispielsweise 4 immer hoeher werdende Drops nebeneinander stehen.

Am Schluss bin ich dann uebrigens auch den Worldcup-tauglichen Biker X gefahren. Der Slopestyle Parcours vom Crankworx Festival kommt dann vieleicht naechstes mal dran…!

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